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Digitale Getränkekarte: So strukturieren, kalkulieren und aktualisieren Bars ihre Karte

Wie du die Getränkekarte deiner Bar aufbaust, Preise mit dem Pour Cost prüfst (zwei Rechenbeispiele) und was eine digitale Getränkekarte kann, was eine gedruckte nicht schafft.

Digitale Getränkekarte: So strukturieren, kalkulieren und aktualisieren Bars ihre Karte

Eine digitale Getränkekarte ist die Liste deiner Getränke, Weine und Cocktails auf dem Handy deiner Gäste. Sie öffnet sich über einen QR-Code am Tisch oder an der Bar und wird an einer Stelle aktuell gehalten. Getränkekarten ändern sich öfter als Speisekarten: Ein Wein ist aus, ein neuer Gin kommt rein, die Happy Hour beginnt um fünf. Genau deshalb leiden sie am meisten, wenn sie als PDF oder laminierte Karte existieren.

Dieser Leitfaden zeigt, wie du eine Getränkekarte so aufbaust, dass Gäste schneller bestellen, wie du Getränke mit einem einfachen Pour-Cost-Check kalkulierst und was eine digitale Getränkekarte können sollte, was eine gedruckte nicht kann.

Aufbau: So lesen Gäste eine Getränkekarte

Gäste lesen eine Getränkekarte selten von oben nach unten. Sie suchen eine Kategorie, dann etwas Bekanntes, dann den Preis. Mach es ihnen leicht:

  • Klare Kategorien. Bier vom Fass, Flaschenbier, offene Weine, Flaschenweine, Cocktails, Spirituosen, Softdrinks, Heißgetränke. Stell die Kategorien, die sich am besten verkaufen, nach oben.
  • Größen direkt neben dem Preis. „0,3 l / 0,5 l“, „Glas / Flasche“, „einfach / doppelt“. Zwei Preise in einer Zeile lassen sich leichter vergleichen als zwei Zeilen.
  • Empfehlungen des Hauses zuerst. Zwei oder drei Empfehlungen am Anfang jeder Kategorie verkaufen sich besser als eine lange alphabetische Liste.
  • Kurze Beschreibungen, wo sie helfen. Cocktails und Weine brauchen eine Zeile („trocken, Zitrus, leicht“), Cola nicht.
  • Ein Preis pro Getränk und Größe, ohne Überraschungen. Wenn ein Filler extra kostet, schreib es auf die Karte.

Getränke mit einem Pour-Cost-Check kalkulieren

Der Pour Cost ist der Wareneinsatz der Flüssigkeit im Glas geteilt durch den Kartenpreis. Er zeigt dir schnell, ob ein Preis Sinn ergibt. Der Pour-Cost-Rechner ermittelt ihn aus vier Zahlen.

Beispiel: Gin Tonic. Eine 700-ml-Flasche Gin kostet dich 18,00 EUR, du schenkst 40 ml aus, und der Drink kostet 7,50 EUR.

  • Kosten pro Ausschank: 18,00 / 700 x 40 = 1,03 EUR
  • Pour Cost: 1,03 / 7,50 = 13,7 %
  • Rohertrag auf die Spirituose: 7,50 - 1,03 = 6,47 EUR

Beispiel: offener Hauswein. Eine 750-ml-Flasche kostet 8,00 EUR, ein Glas hat 150 ml und kostet 6,50 EUR.

  • Kosten pro Glas: 8,00 / 750 x 150 = 1,60 EUR
  • Pour Cost: 1,60 / 6,50 = 24,6 %
  • Rohertrag: 6,50 - 1,60 = 4,90 EUR

Der Rechner vergleicht das Ergebnis mit den hinterlegten Richtwerten, sodass du sofort siehst, welche Getränke einen zweiten Blick verdienen. Zwei Hinweise: Die Berechnung berücksichtigt nur die Hauptspirituose. Bei einem Cocktail mit mehreren Zutaten addierst du sie oder nutzt den Rezeptkosten-Rechner. Außerdem teilt er durch den Kartenpreis, so wie du ihn eingibst. Enthält dein Preis die Mehrwertsteuer, bezieht sich der Prozentsatz auf den Bruttopreis.

Was eine digitale Getränkekarte können sollte

Nur zeigen, was da ist. Jahrgänge gehen aus, ein Fass ist leer, ein Saisoncocktail endet. Mit einer digitalen Karte markierst du ein Getränk in Sekunden als ausverkauft oder nimmst es heraus, mitten im Service.

Im Dunkeln funktionieren. Bars sind schummrig. Eine Karte mit Dark Mode ist leichter zu lesen und stört die Gäste ringsum weniger.

Größen sauber abbilden. Glas und Flasche, 0,3 und 0,5 Liter, einfach und doppelt: jede Größe mit eigenem Preis, nicht als Fußnote.

Specials ohne Neudruck. Ein Drink des Tages, ein Cocktail-Special am Donnerstag, eine Cocktailwoche im Sommer. Leg sie einmal mit ihren Tagen oder Daten an, statt die Karte zu ändern.

Die Sprache der Gäste sprechen. In Urlaubsregionen hilft eine Sprachumschaltung auf dem Handy mehr als eine zweite gedruckte Karte. Lass die Getränkenamen im Original und übersetze die Beschreibung.

Überall gleich bleiben. Die QR-Karte, die gedruckte Karte an der Bar und der Bildschirm darüber sollten dieselben Getränke und Preise zeigen. Das klappt nur, wenn alles aus einer Liste kommt.

Auch Allergene zeigen. Wein und viele andere Getränke enthalten Sulfite, Cocktails können Milch, Ei oder Nüsse enthalten. Getränke gehören in dieselbe Allergenkennzeichnung wie Speisen; siehe die Liste der 14 Allergene.

So macht es Restaurant Hub

Restaurant Hub, die Menü-App in KIMISUITE, führt Speisen und Getränke in einer Karte. Kategorien haben den Typ Speisen oder Getränke, und die Gästeseite zeigt sie als zwei Tabs. Für Getränke nutzt du Größensets wie Glas / Flasche für Wein, mit einem Preis pro Größe und Währung und der Option, einen Grundpreis anzuzeigen.

Jedes Getränk hat zwei Schalter: „Ausverkauft“ lässt es auf der Karte und kennzeichnet es als nicht verfügbar, „Deaktiviert“ nimmt es ganz heraus. Die digitale QR-Speisekarte bietet fünf Designs, einen Dark Mode für Gäste und eine Sprachumschaltung. Den QR-Code lädst du als PDF, PNG oder JPG für Tischaufsteller und die Bar herunter, und das Dashboard zählt, wie oft er gescannt wurde.

Specials laufen als Tagesangebote an den Wochentagen, die du wählst. Aktionen wie eine Cocktailwoche haben ein Start- und Enddatum und verschwinden danach von selbst. Für eine tägliche Happy Hour schreibst du die Uhrzeiten in den Aktionstext. Die gedruckte Speisekarte entsteht aus derselben Liste, und mit Showroom TV im Workspace erscheinen die Getränke über den Web-Player auch auf Bildschirmen über der Bar; siehe Ideen für digitale Menüboards.

Restaurant Hub ist eine Menü-App, keine Kasse: Gäste lesen die Karte und bestellen wie gewohnt bei deinem Personal.

Checkliste für deine Getränkekarte

  • Kategorien nach Verkaufsstärke sortiert
  • Größen und Preise in einer Zeile pro Getränk
  • Zwei oder drei Empfehlungen des Hauses pro Kategorie
  • Kurze Beschreibungen für Cocktails und Weine
  • Pour Cost für deine Bestseller geprüft
  • Ausverkaufte Getränke während des Service entfernt
  • Specials nach Wochentag, Aktionen mit Enddatum
  • Allergene für Getränke wie für Speisen erfasst
  • Eine Liste hinter QR-Karte, gedruckter Karte und Bildschirm

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