Google Vehicle Ads zeigen ein Auto aus deinem Bestand direkt in der Google-Suche – mit Foto, Marke, Modell, Preis, Kilometerstand und dem Namen deines Autohauses. Ein Klick führt den Käufer auf die Seite des Fahrzeugs auf deiner eigenen Website. Damit du sie schalten kannst, brauchst du ein für Fahrzeuganzeigen eingerichtetes Merchant-Center-Konto, einen Feed deines Bestands, eine Google-Ads-Kampagne und für jedes Auto eine Fahrzeugseite auf deiner Website. Seit März 2026 stehen sie allen Fahrzeuganbietern in Deutschland, Spanien und Italien offen.
Dieser Leitfaden fasst die Voraussetzungen und Kosten aus Googles eigenen Hilfeseiten zusammen, Stand 27. Oktober 2026. Google ändert diese Programme häufig, prüf also vor dem Start die verlinkten Seiten.
Wo Fahrzeuganzeigen verfügbar sind
Laut der Merchant-Center-Hilfe von Google:
- Vollständig freigegeben: Australien, Kanada, Japan und die USA. Das Add-on schaltest du im Merchant Center selbst frei.
- Andere Länder: geschlossene Beta, über einen Google-Vertriebsmitarbeiter.
- Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Niederlande: von Google als offene Beta geführt. Hier prüfst du zuerst die Voraussetzungen und nutzt das Kontaktformular von Google, bevor das Add-on aktiviert werden kann.
- Google hat am 27. März 2026 angekündigt, dass Fahrzeuganzeigen ab März 2026 allen Fahrzeuganbietern in Spanien, Italien und Deutschland zur Verfügung stehen, und weitere Länder in Aussicht gestellt.
Wer werben darf
- Händler, Anbieter mit eigenem Bestand, Aggregatoren und Hersteller, für Neu- und Gebrauchtwagen
- Nicht Privatverkäufer, Einzelpersonen oder Vermittler
- Nur Pkw zum Kauf oder Leasing. Google schließt Fahrzeuge aus, die einen besonderen Führerschein erfordern oder nicht straßenzugelassen sind, etwa Motorräder, Boote, Flugzeuge, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Go-Karts und Rennwagen. Auto-Abos, Auktionspreise sowie Teile, Zubehör, Reifen und Dienstleistungen werden nicht unterstützt
- Fahrzeuge mit belastetem Titel, etwa einem Salvage- oder Lien-Titel, sind ausgeschlossen
- Ein physischer Standort, an dem Kunden das Fahrzeug ansehen oder kaufen können, sowie eine Händlerlizenz, wo die lokalen Vorschriften eine verlangen
Die Voraussetzungen Schritt für Schritt
1. Ein eigenes Merchant-Center-Konto
Für den EWR und das Vereinigte Königreich nennt Google diese Voraussetzungen:
- Das Land in deinen Unternehmensinformationen muss mit dem Zielland deiner Fahrzeuganzeigen übereinstimmen.
- Während der Freischaltung (Allowlisting) sollte das Konto keine Datenquellen (Feeds) haben und nicht mit Google Ads verknüpft sein.
- Das Merchant-Center-Konto für Fahrzeuganzeigen sollte keine anderen Marketingmethoden wie Shopping-Anzeigen oder kostenlose Einträge nutzen. Wenn du diese bereits verwendest, plane ein separates Konto ein.
2. Google Ads und Unternehmensprofil verknüpfen
Verknüpfe ein Google-Ads-Konto mit dem Merchant-Center-Konto und verbinde dein Google-Unternehmensprofil. Wenn du die Händlerstandorte nicht selbst verwaltest, reichst du stattdessen eine Datenquelle für Geschäfte ein.
3. Ein Fahrzeug-Feed
Du lädst deinen Bestand als Fahrzeug-Datenquelle hoch. Die wichtigsten Punkte aus Googles Attributseiten:
- FIN (VIN): grundsätzlich Pflicht, für Fahrzeuganzeigen in Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Spanien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich aber optional. Wenn du sie mitschickst, muss jede FIN eindeutig sein.
- Kilometerstand: eine Zahl mit Einheit (km oder Meilen); bei Neuwagen ist null in Ordnung.
- Zustand: muss mit der Angabe auf der Fahrzeugseite übereinstimmen.
- Preis: muss exakt dem Preis auf deiner Website entsprechen, sowohl im Feed als auch in den strukturierten Daten der Seite.
- Bilder, Verfügbarkeit und die übrigen Pflichtattribute aus Googles Liste müssen ausgefüllt sein.
4. Eine Fahrzeugseite für jedes Auto
Die Anzeige führt Käufer auf die Fahrzeugdetailseite auf deiner Website. Diese Seite muss das beworbene Fahrzeug zeigen und zum Feed passen: gleicher Preis, gleicher Kilometerstand, gleicher Zustand. Weil der Klick auf deine eigene Website geht, kann ein Inserat in einer Börse sie nicht ersetzen; du brauchst eigene Fahrzeugseiten.
5. Eine Kampagne
Fahrzeuganzeigen laufen über Performance Max oder Standard-Shopping-Kampagnen mit deiner Fahrzeug-Datenquelle; laut Google lassen sich beide kombinieren. Für Deutschland, Spanien und Italien nennt Googles Ankündigung vom März 2026 Performance Max.
Was Fahrzeuganzeigen kosten
Google beschreibt Fahrzeuganzeigen als kostenpflichtiges Anzeigenformat. Einen eigenen Listenpreis gibt es nicht: Du bezahlst über deine Google-Ads-Kampagne, die Kosten hängen also von deinem Budget, deiner Gebotsstrategie und dem Wettbewerb in deinem Markt ab. Das Tagesbudget legst du selbst fest.
Mit diesen Kosten solltest du rechnen:
- Werbeausgaben in Google Ads, der Hauptposten
- Einrichtung des Feeds, einmalig, plus die tägliche Aktualisierung
- Fahrzeugseiten auf deiner Website, falls du noch keine hast
- Deine Zeit für die Betreuung des Kontos, vor allem am Anfang
Ein praktischer Maßstab: Vergleich nach den ersten Wochen die Kosten pro Anfrage aus Fahrzeuganzeigen mit dem, was du pro Anfrage bei den Börsen zahlst.
In Deutschland gilt weiterhin die Pkw-EnVKV
Eine Fahrzeuganzeige ist Onlinewerbung. Bei Neuwagen verlangen die deutschen Vorschriften Angaben zu Verbrauch, CO2 und CO2-Klasse, sobald Motordaten genannt werden, und auch deine Fahrzeugseiten müssen sie enthalten. Lies vor dem Start Pkw-EnVKV für Autohändler.
Checkliste
- Land, Händlertyp und Fahrzeugarten zulässig
- Separates Merchant-Center-Konto für Fahrzeuganzeigen, Unternehmensland gleich Zielland
- Google Ads und Unternehmensprofil verknüpft
- Feed mit Preis, Kilometerstand, Zustand, Bildern und Verfügbarkeit (FIN, wo verlangt oder gewünscht)
- Eine Fahrzeugseite für jedes Auto, mit demselben Preis und Kilometerstand wie im Feed
- Pflichtangaben für Neuwagen auf den Fahrzeugseiten
- Performance-Max-Kampagne mit Testbudget
- Kosten pro Anfrage nach den ersten Wochen geprüft
Wo Vehicle Hub ins Spiel kommt
Fahrzeuganzeigen brauchen etwas, das vielen Händlern noch fehlt: eine Seite auf der eigenen Website für jedes Auto. Vehicle Hub, die Händler-App in KIMISUITE, deckt diesen Teil ab. Mit den Vehicle Hub Widgets bekommt jedes Auto in deinem Bestand eine eigene Seite auf deiner Website, mit Fotos, Preis und Kilometerstand aus demselben Datensatz, dazu eine Sitemap und strukturierte Daten für Suchmaschinen. Bestand, der aus mobile.de, AutoScout24 oder einem Feed importiert wird, wird aus der Quelle aktualisiert, sodass der Preis auf der Seite deinem Bestand folgt. Den Fahrzeug-Feed für das Merchant Center und die Kampagne selbst richtest du separat in Googles Tools ein. Mehr dazu in mobile.de-Fahrzeuge auf deiner eigenen Website.


